Puppenhausmöbel

EMS – VEB Erzgebirgische Möbel- und Spielwarenfabriken Niedersaida

"...bau'n wir uns ein Nest" - EMS-Möbel 1959 auf dem Titel der DDR-Illustrierten "Zeit im Bild"

Aus der 1894 gegründeten Spielwarenfabrik Neubert & Richter entstanden 1945 die VEB Erzgebirgische Möbel- und Spielwarenfabriken Niedersaida, die sich 1966 mit anderen volkseigenen Betrieben zur VERO Olbernhau zusammenschlossen und bis 1990 vorrangig Puppenstubenmöbel herstellten.

Zu den EMS-Schlafzimmern des Jahres 1960 gehört lt. Katalog jeweils eine dreiteilige Bettumrandung. Vorhanden ist leider nur noch der oben zu sehende Papierteppich für eine Bettseite.
EMS-Küche
Nicht schön, aber selten... Falls es beim damaligen Entwurf darum ging, den Unterschied zwischen modisch und modern aufzuzeigen, dürften diese Möbel durchaus als gelungen bezeichnet werden. – Aber wohl auch nur dann...
EMS-Katalog "Puppenmöbel Holzfahrzeuge" (1960)
EMS-Katalog "Puppenmöbel Holzfahrzeuge" (1959)

Paul Hübsch Puppenmöbel-Fabrik (PHS), Seiffen/Erzgebirge

Paul Hübsch, Seiffen - "Puppenmöbel - Qualitätsarbeit", Katalog aus dem Jahr1951 (Ausschnitt der Umschlag-Vorderseite).
"Meubles pour poupées - Puppenstubenmöbel - Dolls.furniture - Mobili per bambola - buy...", mehrsprachiges Katalogblatt - Beleg für rege Exportaktivitäten der Firma Paul Hübsch
Hübsche;-) Schachtel mit aufschlussreichem Inhalt: Jede Menge Fotos von Puppenstubenmöbel-Programmen der Firma Paul Hübsch. Möglicherweise führten Handelsvertreter so etwas mit sich.
In den 50er und 60er Jahren ein MUSS: Die Tagesdecke / Steppdecke über dem Bett, hier wohl von einer des Nähens kundigen Mutter, Tante oder Großmutter in Perfektion im Miniaturformat nachgebildet.
Paul Hübsch, Puppenhausmöbel-Verkaufskarton, wohl späte 1960er Jahre

Puppenstubenmöbel der in Wünschendorf im Erzgebirge beheimateten Firma Linus Dähnert gehören sicherlich zum handwerklich qualitätsvollsten, was es in den 50er und 60er Jahren in diesem Bereich zu kaufen gab.

Puppenhausmöbel spiegeln die Wohntrends ihrer Zeit

Puppenhauswelt und Wirklichkeit: Miniaturmöbel der Firma Hermann Rülke und ihre offensichtlichen Vorbilder in einer Anzeige der Firma Gebr. Lübke/Wiedenbrück im Architektur-Sonderheft der Zeitschrift „Film und Frau“ aus dem Jahr 1957.

Puppenstuben-Schlafzimmermöbel der Crailsheimer Spielwarenfabrik

Selbstgebaute Stahlrohrmöbel für die Puppenstube sowie eine zeitgenössische Witzzeichnung, die ironisch darauf anspielt, dass gutes Design nicht automatisch auch Sitzkomfort bedeutet: „Bitte, machen Sie’s sich bequem!“

Der Sessel das „Ei“ (egg) des Dänen Arne Jacobsen aus dem Jahr 1958. Er gehörte in den 1960ern zu den populärsten Designermöbeln und war häufig gesehenes Accessoire in vielen zeitgenössischen Zeitungsreportagen und Werbeanzeigen. Als 7 cm hohe Miniatur der schwedischen Spielzeugfirma BRIO hielt er schließlich auch Einzug in die Puppenhäuser.