DDR-Baukästen

Schroth-Baukasten – Dieser Holzbaukasten mit seinem hübschen Deckelbild spiegelt wider, wovon sicher viele Menschen in den Nachkriegsjahren geträumt haben: Ein Eigenheim im Grünen. Es gehört allerdings sehr viel Phantasie dazu, die im Kasten enthaltenen schmucklosen Bauelemente mit der bunten Illustration in Einklang zu bringen. – Hersteller: Arno Schroth, Pössneck (1947)

Anker-Steinbaukasten – „Modell des WOHN-HOCHHAUSES am Straußberger-Platz Berlin gebaut mit 12000 ANKER-STEINEN“

„Neue Baukunst“, ein Holzbaukasten von S.F. Fischer, Seiffen, der die Bauten der Berliner Stalinallee zum Vorbild hat. (1956)

Toller „Mentor“ – Baukasten „Wir bauen auf!“ mit Buchenholzelementen, der sich ganz offensichtlich an der Nachkriegs-Bebauung der Stalin-Allee (heute Karl-Marx-Allee) in Berlin orientiert. Hersteller: Hugo Fritzsche KG, Crimderode (1953)

Nationales Aufbauprogramm Berlin 1952 – das "Berliner Original", der "Eckensteher Nante" findet: "Mensch, Berlin, wie haste dir vaendert".
Der hohe Stellenwert des Prestigeobjekts "Stalinallee" wird unter anderem dokumentiert durch seine Allgegenwärtigkeit in den zeitgenössischen DDR-Printmedien.
"Für Frieden, Einheit und ein glückliches Leben unseres Volkes", "Nationales Aufbauprogramm 1952", "Jede Aufbaustunde - eine patriotische Tat"

Realitätsbezug

Das Bemühen um Realitätsbezug im Baukastenbereich ist fast schon so alt ist wie die DDR selbst. Bereits in den frühen 50ern kann dort in den Kinderzimmern im spielgerechten Format die Architektur des „Arbeiter- und Bauernstaates“ nachgebaut werden, dessen städtebauliches Vorzeigeprojekt schlechthin zu dieser Zeit in der Entwicklung von Wohnanlagen im Gebiet um die Große Frankfurter Straße in Berlin-Friedrichshain besteht. An zentrumsnaher Stelle soll in der „Hauptstadt der DDR“ nicht nur dringend benötigter Wohnraum in der durch Kriegsschäden heftigst gebeutelten Stadt geschaffen, sondern auch das Leistungsvermögen des sozialistischen Systems demonstriert werden. War ursprünglich noch ein „Stadtdorf“ mit einer niedriggeschossigen und durch großzügige Grünanlagen aufgelockerten Bebauung im Gespräch, fand im weiteren Verlauf der Planungen jedoch ein Umdenken statt. Spätestens mit der Umbenennung der „Frankfurter“ in Stalinallee anlässlich des 70. Geburtstages des damaligen Kreml-Oberhauptes im Dezember 1949 und der beabsichtigten Nutzung der Allee als Parade- und Aufmarschstraße war klar, dass dort nun zwangsläufig etwas außergewöhnlich Imposantes entstehen musste. Also begab sich eine aus Politikern des DDR-„Ministerium für Aufbau“ bestehende Delegation auf eine Rundreise in die sowohl im Großstadtbau- als auch im Personenkult bereits hinlänglich erfahrene UdSSR, um sich dort Anregungen zu holen. Das Gesehene wurde anschließend auf heimische Verhältnisse übertragen, unter dem Titel „Die sechzehn Grundsätze des Städtebaues“ zusammengefasst und im Juli 1950 von der Regierung als maßgeblich für jedes weitere städteplanerische Vorgehen beschlossen. So ist in genannten Grundsätzen beispielsweise zu lesen, dass „die Bestimmung und Bestätigung der städtebildenden Faktoren ausschließlich Angelegenheit der Regierung“ zu sein hat und eine wesentliche Grundlage der Städteplanung „die Berücksichtigung der historisch entstandenen Struktur der Stadt bei Beseitigung ihrer Mängel“ ist. Wie die Geschichte lehrt, wurde letzterer Halbsatz später dann nicht selten ausgesprochen großzügig ausgelegt, sodass etliches, was den Krieg halbwegs unbeschadet überstanden hatte und noch nicht in Schutt und Asche lag, schließlich den Vorstellungen der Planer zum Opfer fallen sollte.

Bei der Konzeption der Stalinallee jedenfalls gestaltete sich die Abkehr vom historischen Erbe noch weniger konsequent. Nachdem die ersten Bebauungsversuche nicht zur Zufriedenheit insbesondere des damaligen Generalsekretärs des Zentralkomitees der SED, Walter Ulbricht ausfielen, der sie als zu „zu formalistisch“ und damit als zu sehr am westlichen Stil orientiert empfand, konnte sich schließlich ein Entwurf der allgemeinen Zustimmung erfreuen, der sich auf den zu Stalins Zeiten weit verbreiteten „sozialistischen Klassizismus“ sowjetischer Repräsentationsbauten berief. Zudem zitierte er den „Berliner Klassizismus“ mit dessen Vielzahl schmucker Fassadenelemente und zollte damit der „nationalen Tradition“ Tribut. Derart wurden die prestigehungrigen Erwartungen erfüllt, das Ganze als „Nationales Aufbauprogramm Berlin“ propagiert und unter der tatkräftigen, mehr oder weniger freiwilligen Mithilfe der Ostberliner Bevölkerung schließlich in Rekordzeit verwirklicht.

Zwar waren die Wohnungen in der Stalinallee wegen ihrer modernen Ausstattung mit Bädern, Zentralheizung und Aufzügen heiß begehrt, doch erwiesen sich die Kosten für derartige „Arbeiterpaläste“ im „stalinistischen Zuckerbäckerstil“ mit seinen reichhaltigen Verzierungen einfach als zu hoch, um den Wohnungsmangel in benötigtem Umfang beheben zu können. Und so passte es dann, dass der 1953 Stalin als Parteichef ablösende Nikita Chruschtschow dem ideologischen Zwang zur repräsentativen Bauweise den Wind aus den Segeln nahm, indem er „die zu teuren Herren Architekten“ kritisierte und forderte, „besser, billiger und schneller“ zu bauen, um das in der UdSSR ebenfalls vorhandene Problem zu weniger Wohnungen in den Griff zu kriegen. Dass man also in der DDR schon recht bald von der Erkenntnis eingeholt wurde, dass es nicht möglich war, für jeden Arbeiter einen „Palast“ zu bauen, dokumentiert das Brettspiel „Wer baut unser Haus?“. Wird das Haus in der Version aus dem Jahr 1952 augenscheinlich noch für eine Privatfamilie gebaut, ist von dieser drei Jahre später nichts mehr zu entdecken. 1955 steht das ansonsten weitestgehend identische Spiel im Zeichen eines gemeinnützigen Zwecks und wird in „Wer baut unser Kinderheim?“ umbenannt.

BOB Steckstein-Baukasten

"Boby - der kleine BOB Baukasten", macht seinem Namen alle Ehre. Die Schachtel misst gerade einmal 15 x 10 x 2,5 cm.
"BOB Steckstein-Baukasten"
"Boby, der kleine BOB Baukasten", TYP 2 mit 225 Stecksteinen

Vorbild für den 1947 entwickelten BOB-Baukasten war ein Lehrkasten für Maurer, daher sind die BOB-Stecksteine im Verhältnis 1:7 zum Original-DIN-Ziegel aus Stein hergestellt. – BOB = Baue Ohne Bindemittel

BOB-Steckstein-Baukasten "Baustelle"
"Denkste? mich wirfst Du nicht um, denn ich bin aus einem BOB Steckstein-Baukasten"

Anzeige der Firma Heinrich Huft, Waldheim i. Sachsen aus dem Jahr 1958: „BOB Steckstein-Baukasten – Das beliebte und anregende Spielzeug für das Kind aller Altersstufen, wertvoll für den Bauberuf und die Maurer- und Zimmerer-Lehrwerkstatt.“

Plasteck – FORMO

Plasteck - "Ein neuer Plastic Steck-Baukasten"

Handwerks-Genossenschaft der Spielwaren-Hersteller des Kreises Gotha – „Kunststoffe sind, wie dieses Bild von der Leipziger Frühjahrsmesse beweist, auch in die Spielzeugindustrie eingezogen.“ (1958)

„Plasteck – Ein neuer Plastik Steck-Baukasten“, später „FORMO constanti“

"FORMO mobili Bewegungselemente"
"FORMO mobili Bewegungselemente", Bauanleitung"

FORMO-Baukästen wurden vom VEB Gothaer Kunststoffverarbeitung (später Teil des Kombinats Spielwaren Sonneberg) in Gotha hergestellt. Die Produktion begann Ende der 1950er Jahre (ursprünglich „Plasteck“) und umfasste verschiedene Serien wie Formo-constanti und Formo-mobili. – Herzlichen Dank an Michael aus Radebeul, Jahrgang 1951, für folgenden Erfahrungsbericht: „Ich habe viele Jahre – also von gefühlt 7 bis 15 – mit Formo-Steinen gebaut. Da wir viele Verwandte in der Bundesrepublik hatten, besaß mein Bruder auch einen Karton voll LEGO. Damals konnte man aus LEGO Steinen im Wesentlichen nur „Häuser“ bauen. Es gab fertige Türen und Fenster – alles in einer Qualität die in keiner Weise schlechter war als die heutigen LEGO Steine. Ich kannte also beide Systeme. Der Vorteil der „Gelben“ von Formo war, davon hatte ich eine ordentliche Kiste voll. Sie waren relativ preiswert. Ich hatte nie einen Bauplan. Die Dachziegel und Dachschrägen hatte ich nie benutzt. Ich baute Flugzeuge, Hochhäuser, Brücken und – ja im allgemeinen „Bauwerke“. Ich habe sie wirklich „abgespielt“! Passform: Ja! Das war ein leidiges Problem! (Kein Vergleich zur Passform von LEGO!!) Grob geschätzt passten 60 – 70 % ganz ordentlich. Mit dem Rest musste man sich rumquälen. Meine waren natürlich mittlerweile fast alle zu locker, weil einfach abgenutzt.“

FORMO "Montagetyp"
Datsche mit Wartburg: Bauvorlage aus einem FORMO-Katalog
FORMO constanti - "Mit Flachdachsteinen"
FORMO Modell
FORMO - Katalog mit Baubeispielen
Interhotel Panorama in Oberhof . "Ein FORMO-Modell, gebaut aus FORMO constanti-Sortimenten unter Mitverwendung entsprechender Ergänzungsbeutel"
"Formonaut sein ist mehr als spielen!"
Carl Fritzsche Baukastenfabrik, Blumenau Erzgebirge, um 1965
Carl Fritzsche Baukastenfabrik, Blumenau Erzgebirge, um 1965
Holzbaukasten
"Der Vielseitige, Baukasten von: Städten, Schlössern, Flughäfen, Autogaragen, Bahnhöfen, Fabriken, Palästen, Hochhäusern, Bauerndörfern usw."
"Wir wissen was morgen geschieht", DDR-"Wahlwerbung" von 1958

PEBE-Baukästen

Von den Initialen ihres Herstellers Paul Bernhardt abgeleitet wurde der Name der PEBE-Baukästen aus Bad Kösen. Die Bauelemente aus Bernhardts „Einzapfbaukästen“ in Steckbauweise erinnern in Form und Größe stark an Legosteine, bezeichnenderweise werden sie daher häufig auch als „Ost – Lego“ angeboten. Und in der Tat erweisen sich diese Spielzeuge weniger durch innovative Neuentwicklungen bezüglich ihrer Verwendungsmöglichkeiten, dafür aber umso mehr in Hinblick auf ihre DDR-spezifische optische Aufmachung als sammelnswert. Hauptprodukt der Firma ist in den Jahren ab 1955 der „Einzapf-Baukasten für Kinder“. Während ein auf dem größeren Teil des Schachteldeckels abgebildetes, aus PEBE – Steinen gebautes Modell eines herkömmlichen Zweifamilienhauses im Laufe der Produktionszeit unverändert bleibt, dokumentieren wechselnde Abbildungen auf dem linken Bildviertel zeitgenössische architektonische Entwicklungen. So ist zum Beispiel auf einem Kasten „mit noch mehr Möglichkeiten durch Ausführung in Größe 2“ aus dem Jahr 1966 ein perspektivisch gezeichnetes, himmelwärts emporragendes Hochhaus zu sehen, das mit etwas Phantasie durchaus als selbstbewusstes Symbol für die zu dieser Zeit aufstrebende DDR-Wirtschaft angesehen werden kann. Als überaus reizvoll erweisen sich einige aus dieser Zeit stammende Anleitungsblätter, von denen ganz besonders eine „Hochhausseite“ sowohl durch ihre gelungene grafische Umsetzung als auch die mutige bis „ungewöhnliche“ Architektur der abgebildeten Modelle heraussticht. Im Centrum – Versandhauskatalog Herbst/Winter 1969/70 ist dann erstmals eine komplett neu gestaltete Schachtel zu entdecken. Das auf deren Deckelillustration dargestelltes Gebäude nimmt bereits Wolkenkratzerdimensionen an, davor ist zudem noch ein luxuriöser doppelstöckiger Flachdachdachbungalow mit dynamisch hervorspringenden asymmetrischen Fassadenelementen erkennbar, dessen „realen“ Bau sich sicherlich nur DDR-„Bonzen“ hätten leisten können. Dieser Baukasten ist ausgesprochen selten zu finden ist und wurde offenbar nur über eine recht kurze Zeit produziert. Vielleicht war den Verantwortlichen bewusst geworden, dass sich die beschriebenen Illustrationen denn doch etwas zu weit von der Wirklichkeit des DDR-Normalbürgers entfernt hatten? Greifbarer erscheinen die Abbildungen auf der nachfolgenden, heute noch recht häufig auftauchenden Baukastenreihe, die in mindestens vier verschiedenen Packungsgrößen zu haben war und erstmalig im Centrum – Katalog Herbst/Winter 1971/72 auftaucht. Zwar sind auf deren Karton ebenfalls zwei Bungalows zu erspähen, jedoch sind diese wesentlich bescheidener geraten und der kleinere von beiden könnte sogar noch als „Datsche“ durchgehen. 

PEBE Einzapfbaukasten , Bauvorschläge – „Peter hat sich viel vorgenommen. Sabinchens Puppen, Brumm-Bär und Dackel Waldi sollen in einem eigenen Haus wohnen. Und Peter ist der Baumeister. PEBE-Einzapf-Steinbaukasten des Herstellers Paul Bernhardt, Bad Kösen, ist ein Spiel- und Belehrungsmittel für Kinder, reifere Jugend und Ältere. Er lehrt Bautechnik und Kombination, weckt Sinn für Formen und Formenschönheit.“ – „Zur Einweihungsfeier putzt Sabinchen ihre Puppe mit dem schönsten Kleid.“ (1962)

pebe modellbaukasten
pebe modellbaukasten, Baubeispiel Hochhaus
pebe modellbaukasten, Baubeispiel Kaufhalle

Weitaus eigenständiger und daher spannender als die insgesamt dann doch recht konventionellen „Einzapfer“ ist der pebe „modellbaukasten“ im Maßstab 1:100, der schon allein durch die exklusiv für diesen Kasten erfolgte Umgestaltung des Firmenlogos in Kleinschreibweise eine gewisse Modernität verspricht – und auch erfüllt. „Zu den Firmen, die sich in ganz besonderem Maße der Entwicklung von Baukästen gewidmet haben, gehört die Firma Paul Bernhardt Bad Kösen“, lobt „Spielzeug von heute“ in seiner Ausgabe vom Oktober 1968, „von der ständigen Weiterentwicklung auf diesem Gebiet konnte man sich auf der diesjährigen Leipziger Herbstmesse erneut überzeugen.“ Der Steckbaukasten mit in der Form zwar wiederum Lego-ähnlichen, bezüglich ihrer Größe jedoch wesentlich kleineren Bauelementen aus Polystyrol ist das Ergebnis eines „offiziellen Forschungs- und Entwicklungsauftrags.“ Durch die Kleinheit des Grundelementes, eines würfelförmigen Bausteins von nur 5 Millimeter Kantenlänge, gestaltet sich der praktische Umgang mit diesem Baukasten zwar als nicht ganz einfach, was aber durch die detailgetreuen Baumöglichkeiten wettgemacht wird. „Dem Kind im schulpflichtigen Alter, dem Modellbauer überhaupt und schließlich auch dem Modelleisenbahnfreund wurden mit diesem Universal-Modellbaukasten Gelegenheit gegeben, sich in seiner Freizeit diesem sinnvollen Hobby mit höheren Ansprüchen an technische Neuheiten und architektonische Begabung voll und ganz zu widmen.“ Ein beiliegendes 20-seitiges Heftchen ist grafisch sehr attraktiv gestaltet, beschränkt sich jedoch hinsichtlich der Aufbauerklärungen für die abgebildeten Modelle auf ein Minimum, sodass sich der Bastler durch Probieren vieles selbst erschließen muss. Dass dies offenbar Methode hat, wird durch die Anleitung eines anderen zu dieser Zeit hergestellten Baukastens belegt: „Bis auf einige wenige bildlich beigegebene Bauanweisungen wird auf weitere textliche Montageanweisungen mit Absicht verzichtet, weil ein moderner, pädagogisch wertvoller Baukasten die Forderung zu erfüllen hat, das Kind zu eigenem Denken, Arbeiten und Gestalten anzuregen.“

VEB Modell-Konstrukt, Leipzig, 1974 – „vielseitig und belehrend bauen mit 2 Elementen“

Liliput

Ein Kuriosum stellt sicherlich der Baukasten Liliput dar, dessen Inventarverzeichnis neben Spiel üblichen Elementen wie Dach, Hausteil, Kind oder Auto auch den Posten „Raketenteil“ auflistet. Hergestellt 1982 und damit noch im Fahrwasser der vier Jahre zuvor durch den DDR-Kosmonauten Siegmund Jähn entfachten Raumfahrtbegeisterung lässt sich mit dem bautechnisch eher minderwertigen, bezüglich seines Designs jedoch ausgesprochen gelungenen Kasteninhalt ein geradezu futuristisch anmutender Weltraumbahnhof gestalten.

Kellner-Baukästen

Auch an die Baufahrzeuge wurde gedacht: Die Firma Georg Kellner KG aus Tabarz liefert mit dem Kasten „Autobau“ ein Baustellenfahrzeug, dessen Einzelteile mit Schrauben und Muttern zusammengefügt werden. „Alle Teile sind aus Plaste hergestellt, in leuchtenden Farben und von einem hohen Festigkeitsgrad, wie es dem natürlichen Wunsche des Kindes entspricht.“ –

Der erste Baukasten des 1919 in Tabarz im Thüringer Wald gegründeten Traditionsunternehmens Kellner wurde bereits Ende der 1920er Jahre produziert. Das neu entwickelte und ebenso originelle wie zeitlose Stecksystem, bei dem die Elemente durch Gummihülsen miteinander verbunden werden, kam bei den Käufern so gut an, dass es Baukästen dieser Art auch heute noch zu kaufen gibt.

Kellner Steckbaukasten "Familie Übermut"
Kellner-Patent-Baukasten "Ruck und Zuck - zwei Spassmacher"
Ruck + Zuck - 2 Spaßmacher
"Quiek und Quak - Die beweglichen KELLNER Steckfiguren
Überseehafen-Baukasten – Ein Holzbaukasten vom VEB Baukastenfabrik Blumenau, der die Bedeutung von Rostock als Überseehafen herausstellt. (1960er Jahre)

Metallbaukästen

"Sonneberger Metallbaukasten - Das praktische Lehrspielzeug", VEB Injekta Steinach
"Sonneberger Metallbaukasten - Das praktische Lehrspielzeug", VEB Injekta Steinach

„Noch klein und schon meistert er die Technik“ – Ganz typisch für Anleitungen zu DDR-Baukästen ist das Bestreben nach Förderung der kindlichen Kreativität: „Wir haben bei Gestaltung des Heftes mit bestimmter Absicht darauf verzichtet, alle Einzelheiten, die zum Nachbasteln der Modelle erforderlich wären, darzustellen. Es soll Anregung zum selbstständigen Denken geben.“ – „Viele von Euch, ob Mädchen oder Junge, wünschen sich einmal Meister, Techniker, Ingenieur oder gar Dipl.-Ingenieur zu werden. Täglich hört und seht Ihr den technischen Fortschritt. Gewaltige, wissenschaftlich durchdachte Konstruktionen, die die ganze Menschheit aufhorchen lassen, werden Euch bekannt. Der Weltraumflug ist kein kühner Traum, er ist Wirklichkeit. Ihr seid die Generation, die heute noch gewagte technische Vorstellungen später beherrschen wird.“

Thale Stahlbau Technik Metallbaukasten. Herzlichen Dank dafür an die unvergessene Inge Michno!
Thale Stahlbau Technik Metallbaukästen, Vorlagenheft (1958)
Thale Stahlbautechnik Metallbaukasten
Elektromechanischer Metallbaukasten vom VEB Metallspielwaren Burgstädt
Merkur Metallbaukasten