In der DDR wurde das Bild des Einzelhandels vor allem durch die „Konsum“-Verkaufsstellen der Konsumgenossenschaften und die HO-Läden der staatlichen HandelsOrganisation geprägt. 1956 eröffnete in Halle/Saale das erste Geschäft mit Selbstbedienung und Ende der 1960er Jahre kamen die „Kaufhallen“ hinzu, die eine deutliche Vergrößerung der Verkaufsflächen mit sich brachten
Dem immer stärker werdenden Bedürfnis der Bürger nach hochwertigeren Produkten Rechnung tragend, beschloss die DDR-Führung Ende der 1960er Jahre die Einführung von „Delikatläden“, in denen Waren des „gehobenen Bedarfs“ zu ebensolchen Preisen zu finden waren. Auf die Spitze getrieben wurde das Ganze durch die „Intershops“, in denen es sogar West-Erzeugnisse zu kaufen gab. Bezahlt werden konnte dort allerdings nicht mehr mit DDR-Geld, sondern nur noch mit Devisen.