Arrangiert mit einem Augenzwinkern;-) Die Puppenstuben-Szenen zeigen ein noch in den 60er Jahren weit verbreitetes zeittypisches Rollenbild der Frau. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob sich ein derartiges Zusammenstellen von Puppenstuben mit dem Anspruch „musealen Sammelns“ vereinbaren lässt oder grundsätzlich als Kitsch einzustufen ist. – Ich finde, dass beides durchaus nebeneinander bestehen kann, solange man das eine klar vom anderen abgrenzt. Solche Inszenierungen gefallen insbesondere den Besuchern von Ausstellungen und bleiben in deren Erinnerung haften. Und schließlich: Erlaubt ist, was gefällt!
Denn was kann einem alten Spielzeug schöneres widerfahren, als auch noch nach Jahrzehnten den Kinderschuhen längst entwachsene Sammler zum Spielen zu animieren. Eigentlich ist das Einrichten und Ausstaffieren von Puppenstuben nichts anderes, auch wenn dies viele „große Kinder“ unter dem Deckmäntelchen des „Restaurierens“ oder „in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen“ zu verbergen suchen.