„Das Puppenhaus war in früheren Zeiten ein beliebtes Spielgerät in der Kinderstube. In unserer Zeit hingegen, in der so häufig von der Bedeutung des Wohnens, von der guten Form und von der Qualität der Möbel die Rede ist, sieht man selten ein gutes Puppenhaus, es sei denn, dass es Vater oder Mutter für ihre Kinder selbst angefertigt haben. Allerdings wird auch ein Puppenhaus, das dem Wohngefühl unserer Zeit entsprechen soll, wesentlich anders aussehen, als die aus früheren Zeiten überlieferten Beispiele. Es sollte dem Prinzip der Einraumwohnung entsprechen, die nicht durch feststehende Wände in unveränderliche Wohneinheiten aufgeteilt ist, sondern durch das Verstellen der Möbel, aus denen die Wände gebildet werden, eine ständige Veränderungsmöglichkeit der Zimmer nach Größe und Form des Grundrisses erlaubt. In dieser Hinsicht bot das alte Puppenhaus wenig Spielraum. Man konnte wohl die Möbel verstellen, aber nicht die Räume verändern. Das hier gezeigte neue Puppenhaus bietet dagegen zahlreiche Veränderungsmöglichkeiten. Man kann die Außenwände verschieben und auswechseln, sodass immer neue Farbzusammenstellungen entstehen. Gute Maßverhältnisse und die Auswahl solider Werkstoffe sollen im Kind das Empfinden für Qualität der Formen und Farbzusammenstellungen wecken und in ihm den Spürsinn entwickeln, der das Massenangebot schlecht geformter Gegenstände aus minderwertigem Material ablehnt.“ (kibri-Begleittext)